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„Wenn ich über das zeitgenössische Leben nachdenke, ist es unmöglich, nicht zu erkennen, dass wir am Rande des Abgrunds, des Endes aller Zeiten balancieren. Es ist erschreckend nahe. Gibt es dennoch einen Grund, um ein Stück zu komponieren, das bloß unser Sein spiegelt, das sich kurz vor dem Untergang befindet? Meiner Ansicht nach sucht jeder aufrichtige Komponist nach einem Ausweg aus dieser Krise der Zeit: Hin zur Bejahung, hin zum Glauben. Er zeigt, wie die Menschheit ihre Leidenschaft zur Selbst-Auslöschung überwinden kann, die von Zeit zu Zeit in einer schwarzen Rauchsäule aufflammt. Und wenn ich diesen Ausweg finden kann, diesen Grund zur Hoffnung, diese Skizze einer Perspektive, dann biete ich dies als mein Model an.
(„When I think about contemporary life it´s impossible not to realize that we are balanced on the edge of time´s end. It´s frighteningly close. But is there any point to compose a piece that only mirrors our being one step away from distinction? To my mind, every honest composer searches for a way out of time´s crises. Towards affirmation, towards faith. He shows how humanity can overcome this passion for self-annihilation that flares up in a column of black smoke from time to time. And if I can find this way out, a reason for hope, the outline of a perspective, then I offer it as my model.“)
Peteris Vasks zur Entstehung seines 4. Streichquartetts, zitiert aus dem CD-Booklet zur gleichnamigen Aufnahme, Nonesuch Records, 2003.
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